uf u dervo

Kalea auf der Via Spluga

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Ich bin Kalea. Ende August machte ich mich auf meine vier Pfoten, um in vier Tagen die Via Spluga abzumarschieren. Von Thusis bis Chiavenna.

Kaum war ich am Bahnhof Thusis angekommen, wollte dieser Herr mich gleich begleiten.

Doch als Erstes hatte ich eine Übernachtung im Hotel Weiss Kreuz geplant. Dort traf ich - Roger Federer!

Nostalgisches Abtauchen im Sportmuseum Basel

Das Begehlager des Sportmuseums Basel - und was der Schweizer Alpenmyhos mit Ski fahren zu tun hat.

Die Skier von Marie-Theres Nadig und Alt-Bundesrat Tschudi.

Die Skischuhe von Primin Zurbriggen.

Die Kuh-Glocke von Ernst Schläpfer und der Zigaretten-Sponsor.

Ferdy Küblers Sieger-Trikot.

Selbstversuch mit dem Hochrad.

(Video: Nadia Ticozzi)

 

 

Das Museum
Seit kurzem hat das Sportmuseum Basel eine neue Hauptattraktion: Ein begehbares Lager zeigt alles, was das Museum besitzt. Sagenhafte 150'000 Objekte sind für die Besucher zugänglich, wobei das Museum grosszügig rechnet und jedes Buch oder Foto mit zählt.

Dennoch: Man müsste wohl ein Jahr frei nehmen und sich jeden Tag acht Stunden im Lager aufhalten, um alle Objekte betrachten zu können. Der Besuch des Begehlagers ist also wenig vergleichbar mit einem klassischen Museumsbesuch, bei dem man oft den Ansatz hat, alles zu sehen. Hier geht es viel mehr um ein Eintauchen in die Vergangenheit und mit spontan ausgewählten Objekten in sportlichen Erinnerungen zu schwelgen.

Das Schwelgen
Uf u dervo hat genau das gemacht und unter anderem Ferdy Küblers-Leadertrikot entdeckt, Marie –Theres Nadigs original Rossignol-Ski bestaunt, an einem Skischuh von Pirmin Zurbriggen geschnüffelt, eine Kuhlocke von Schwingerkönig Ernst
Schläpfer geschwungen und ein Hochrad bestiegen. Letzteres gibt’s nur für Gruppenbesuche - mit kompetenter Führung.

(Video: DVD «Das Sportjahr», Sportmuseum Schweiz)


Der Besuch
Einzelpersonen kommen am Sonntag um 14 Uhr in den Genuss einer öffentlichen Führung.
Ansonsten ist das Lager Montag bis Freitag geöffnet von 14 bis 17 Uhr.

Das Lager ermöglicht den Besuchern einen Einblick in das sportkulturelle Erbe der Schweiz. Dabei geht es nicht nur um Resultate: Sport hinterlässt Spuren in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Mode und Freizeitverhalten – aber auch beim menschlichen Körper. Diesem Phänomen trägt das Sportmuseum Schweiz Rechnung, in dem es sich mit sämtlichen Dimensionen des Sports auseinandersetzt.

www.sportmuseum.ch

 

1000er-Stägli

740 Treppenstufen hat das Prime Tower-Hochaus in Zürich, das höchste Hochhaus der Schweiz. Besitzt dieses Hochaus deshalb auch die meisten Treppenstufen der Schweiz? Nein! Es gibt eine Treppe in der Schweiz, die über 1000 Stufen hat. Das Tausender-Treppchen bei Rothrist. Es führt auf den Jurahügel neben der Autobahn A1, auf den Born. Die Treppe ist beliebt bei Joggern zum trainieren und bei Wanderern, weil man über die Treppe schnell und direkt zu einem schönen Aussichtspunkt gelangen kann - und weil die Treppe immer so aussieht, als wenn sie gerade gestern erst neu gebaut worden wäre. Sie befindet sich immer in einem perfekten Zustand - dafür sorgen vier rüstige Rentner aus der Region.

Mitschnitt der Sendung vom 21.5.2011 auf DRS 3


View 1000er Stägli in a larger map

 

Informationen der Gemeinde Aarburg zum 1000er-Stägli

Die Geschichte des 1000er-Stägli auch zum Anhören

 

 

Der Born von der Belchenflue aus mit Hägendorf. Das 1000er-Stägli liegt auf der anderen Seite.

 

 

Die Sbrinzroute

Unterwegs auf der Sbrinzroute in acht Tagen von Alpnachstad bis Domodossola


uf u dervo, DRS 3, 17. Juli 2010 - 10 - 12 Uhr


Sind Esel störrisch?


Was ist ein Säumer?

Reise zum Wham-Chalet

Beitrag im «uf u dervo» auf DRS 3 (5.12.2009)

Die Strasse

Am Ende des Dorfes Saas Fee, bei der Talstation des Alpin Expresses, beginnt ein Waldweg. Nach einigen hundert Metern lichtet sich der Wald ein wenig und der Weg geht in einer Kurve in eine geteerte Strasse über, die Strasse zur Felskinn-Bahn. Hier spielt die erste Szene des Videos. Möglich wurde sie nur dank einer Spezialbewilligung, denn in ganz Saas Fee ist Fahrverbot und wer fahren darf, macht dies sicher nicht mit einem schwarzen Jeep, sondern höchstens mit einem Elektromobil. Verantwortlich dafür, dass Wham und ihr Tross bis zur Felskinn-Banh fahren konnten war Philippe Zurbriggen, der heutige Inhaber des Souvenir-Shops «Woodpecker» in Saas Fee.

Viele Einheimische waren am Entstehen des Videos beteiligt, aber nur einer war sichtbar. Wenn auch nur kurz. Charly Schmidt, der Kabinenführer der Felskinn-Bahn. Nach langer Abstinenz hat er zum ersten Mal wieder die Kabine der Felskinn-Bahn betreten.

 

Die Bahn und der Kabinenführer

Die lustige Truppe um Wham kam übrigens noch nicht in den Genuss der neuen Kabine mit Rundumblick. Beim Dreh des Videos vor 25 Jahren hingen an den Seilen der Bahn noch zwei alte Kabinen, eine rote und eine blaue (unten).

 

Und was George Michael damals auch noch nicht benutzen konnte während des zweiwöchigen Wartens auf Schnee für den Video-Dreh ist die Micro-Bowling-Bahn. Charly Schmidt arbeitet nämlich schon lange nicht mehr als Kabinenführer, sondern ist ins klassische Tourismus-Geschäft eingestiegen mit eigenen Ferienwohnungen und - seit kurzem - dieser Vergnügungsstätte.

Lage der Strasse und der Felskinn-Bahn


Größere Kartenansicht

 

Das Chalet

Mythen ranken sich um das geheimnisvolle Chalet aus dem Wham-Video. Reinhard Bumann setzte den Gerüchten um den Standort des Hauses ein Ende und fuhr mich auf seinem Elektro-Transporter hin.

Einsam stand das Chalet mitten in einem Wald.

Heute ist die Umgebung zwar immer noch idyllisch, aber wie in ganz Saas Fee hat in diesem Eck des Dorfes der Bau-Teufel in den letzten Jahren massiv zugeschlagen.

Der Zaun, über den Wham und ihre Begleitung im kindischen Schneeball-Schlacht-Spiel springen scheint noch im Original erhalten.

Der Eingang zum Chalet. Nein! George Michael hat ihn nie betreten, denn die Innenaufnahmen des Videos wurden an einem anderen Ort gedreht.

Lage des Chalets


Wham-Chalet aussen auf einer größeren Karte anzeigen

 

Die gute und gemütliche Stube

Film ist Beschiss. Und so ist es ganz normal, dass die Innenaufnahmen des Videos nicht im Wham-Chalet gemacht wurden. Aber immerhin in Saas Fee. Sagt das Fremdenverkehrsbüro. Tobias Zurbriggen verwaltet den Ort, in dem Wham angeblich Weihnachten gefeiert haben sollen, das heutige Kulturzentrum Steinmatte. Das Haus gehörte einer «Baronin» die in den 70er Jahren dort lebte - zusammen mit dutzenden Tieren, Hunde und Katzen. Tobias Zurbriggen erzählte mir, er habe der Frau Baronin als Junge manchmal Einkäufe liefern dürfen. Dafür habe er dann jeweils fünf Franken erhalten. Ein Vermögen damals! Dieselbe Geschichte hat mir auch Stefan Zurbriggen vom Arthotel erzählt. Die Baronin scheint also die Dienste gleich mehrerer Jungs vom Dorf in Anspruch genommen zu haben.

Legendär war die Dame wegen ihrer Dackel. Auf Dixi sei er manchmal geritten, erinnerte sich Tobias Zurbriggen. Und er zeigte mir die Dackel-Gräber links vom Haus. Davon haben Wham beim Dreh wohl nichts mitbekommen.

Wham waren ja auch nicht wegen der Hundegräber hier, sondern wegen diesem Raum.


(zum Vergrössern auf Bild klicken)

Und vor allem wegen des Cheminées!

Tobias Zurbriggen bezweifelte zuerst, dass die Aufnahmen wirklich hier gemacht wurden. Irritiert ist er vor allem von einem hellbraunen Balken im Video. Dieser Balken existiert im wirklichen Raum nicht.

Mein Einwand, die Macher des Videos hätten den Balken eventuell als zusätzliches «romantisches» Element nur für die Aufnahmen im Raum montiert, verunsicherte Tobias Zurbriggen. Wir betrachteten das Wham-Video nochmals und diesmal fielen Tobias Zurbriggen die Stühle am Tisch auf. Tatsächlich seinen diese Stühle nun doch ein Indiz, dass die Innenaufnahmen in Saas Fee statgefunden haben müssen. Denn solche Stühle gäbe es nur hier.

Wem gehören diese Stühle? Und wer hat sie vor 25 Jahren ins Haus der Baronin gebracht?

Lage der guten Stube


Wham-Chalet innen auf einer größeren Karte anzeigen

 

Die Brosche

Die Schlüsselszene im Video ist jene, bei der George Michael seiner Angebeteten die Brosche überreicht.

Über diese Brosche hat Stefan Zurbriggen eine Geschichte zu erzählen, die er wohl nie mehr vergessen wird. Stefan Zurbriggen hat den Videodreh als Junge miterlebt. Am Tag, an dem die Crew die Szene mit der Brosche drehen wollte, war das teure «Erbstück» verschwunden. Stundenlang wischte halb Saas Fee die Hauptstrasse bis zum Haus der Baronin, um die Brosche zu finden. Als schon alle aufgeben wollten, tauchte der Schmuck plötzlich auf - direkt vor dem Hotel, in dem Wham zwei Wochen lang logierten.

Stolz auf die berühmten Gäste sind sie im Ferienart immer noch, dem ehemaligen Walliserhof. Nicht nur, weil Wham im Umsatz schwachen November für willkmmenen Zustupf sorgten.

 

 

Und zu guter letzt: Das Video